Praktische Anwendung eines Online-Wasserqualitätsmonitors mit mehreren Parametern
Multiparameter-Online-Wasserqualitätsmessgeräte sind keine „Spezialgeräte“ für einen einzelnen Anwendungsbereich, sondern vielmehr „Allrounder“, die sich flexibel an unterschiedliche Szenarien anpassen und präzise Messungen durchführen können. Von der Sicherstellung der Trinkwassersicherheit bis zur industriellen Abwasserbehandlung, vom ökologischen Gewässermonitoring bis zum Aquakulturmanagement – ihr Einsatz ist in allen Bereichen des Wassermanagements spürbar, indem sie technologische Möglichkeiten zur Unterstützung der Wasserqualitätssicherung in verschiedenen Anwendungsfeldern nutzen.

- Überwachung von Trinkwasserquellen und Rohrleitungsnetzen
Die Sicherheit des Trinkwassers steht in direktem Zusammenhang mit dem Wohlbefinden der Bevölkerung. Multiparameter-Online-Wasserqualitätsmessgeräte fungieren als Kontrollinstanz an Schlüsselstellen wie Wasserquellen, Ein- und Ausläufen von Wasserwerken sowie Endpunkten des Rohrleitungsnetzes. An den Wasserquellen erfassen die Geräte in Echtzeit Indikatoren wie gelösten Sauerstoff, Trübung, Algen und CSB. Bei Algenblüten oder übermäßigen organischen Stoffen wird umgehend eine Frühwarnung ausgelöst, wodurch Zeit für Notfallmaßnahmen an der Wasserquelle gewonnen wird. In Wasserwerken überwachen die Geräte Schwankungen der Zulaufwasserqualität und unterstützen das Werk bei der Anpassung der Aufbereitungsparameter, um eine stabile und vorschriftsmäßige Ablaufwasserqualität zu gewährleisten. An den Endpunkten des Rohrleitungsnetzes können Überwachungsindikatoren wie Restchlor und pH-Wert Leckagen und Sekundärverschmutzungen frühzeitig erkennen und so verhindern, dass minderwertiges Wasser in die Haushalte gelangt.
Die städtische Wasserversorgung installierte an 20 Wasserquellen, 15 Wasserwerken und 50 Endpunkten des Rohrleitungsnetzes im gesamten Stadtgebiet Multiparameter-Überwachungsgeräte und errichtete so ein umfassendes Überwachungssystem, das die gesamte Kette „Wasserquelle – Wasserwerk – Rohrleitungsnetz“ abdeckt. Im vergangenen Sommer zeigte eine Wasserquelle aufgrund anhaltend hoher Temperaturen Anzeichen von Algenwachstum. Das Überwachungsgerät registrierte 48 Stunden im Voraus einen abnormalen Chlorophyll-a-Wert. Das Unternehmen aktivierte umgehend seinen Notfallplan und ergriff Maßnahmen wie die Zugabe von Algiziden und die Anpassung der Wasserentnahme. Dadurch konnte ein plötzlicher Druckanstieg im Wasserwerk verhindert und die Sicherheit der Trinkwasserversorgung der Stadt gewährleistet werden.
- Überwachung der industriellen Abwassereinleitung
Industrieabwasser stellt aufgrund seiner komplexen Zusammensetzung und schwankenden Schadstoffkonzentrationen eine zentrale Herausforderung für das Gewässermanagement dar. Multiparameter-Online-Überwachungsgeräte zur Wasserqualitätsmessung, die als „elektronische Augen“ der Umweltschutzbehörden bei der Überwachung der Abwassereinleitungen von Unternehmen fungieren, sind für die Installation an den Einleitungsstellen industrieller Abwässer vorgeschrieben. Diese Geräte überwachen wichtige Indikatoren wie CSB, Ammoniakstickstoff, Gesamtphosphor, Gesamtstickstoff und pH-Wert in Echtzeit und übertragen die Daten an die Überwachungsplattform der Umweltschutzbehörde. Dadurch werden „Echtzeit-Daten-Upload, automatische Alarmierung bei Abweichungen und die Verantwortlichkeit für die Überschreitung von Grenzwerten“ gewährleistet.
Für Unternehmen ist diese Ausrüstung ein wertvolles Werkzeug zur Optimierung von Produktionsprozessen und zur Senkung der Kosten für die Schadstoffbekämpfung. Ein Chemieunternehmen kann durch die Installation von Mehrparameter-Überwachungsgeräten an den Abflüssen der Produktionsanlagen sowie an den Ein- und Ausläufen der Kläranlage die Schadstoffkonzentrationen in Echtzeit in jeder Phase des Abwasserentsorgungsprozesses überwachen. Darauf aufbauend passt es die Rohstoffverhältnisse und die Dosierung der Abwasserbehandlungsmittel in seinen Produktionsprozessen an und erreicht so nicht nur eine stabile, normgerechte Abwasserentsorgung, sondern senkt auch die Kosten der Abwasserbehandlung um 15 %. Da die Daten in Echtzeit auf die behördliche Plattform hochgeladen werden, vermeiden die Unternehmen zudem das Risiko von Umweltstrafen aufgrund von Verzögerungen bei der manuellen Überwachung. So entsteht eine Win-Win-Situation: Einhaltung von Umweltauflagen sowie Kostensenkung und Effizienzsteigerung.











